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NACHRICHTEN, FAKTEN, NEWS
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Klient

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| Neue Provokation
Thilo Sarrazin hat wieder etwas Ausländerfeindliches gesagt, er fordert, Empfänger sollten öfters kalt duschen. Aber würde das nicht die Kosten für Wasserverbrauch steigern? |
 |  | | Rekrutierung
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| Kein Regie-Oscar für Cameron
James Cameron hat keinen Oscar für die beste Regie oder den besten Film bekommen. Er hatte sich schon vorbereitet zu sagen: Ich möchte meinen Avataren danken.
Christoph Waltz dankte allen, die den Film möglich gemacht haben -- außer Hitler und den Nazis natürlich. |
 |  | | Nachwuchsschriftstellerin
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| MOTOR UND WOHNEN 8.3.2010 |
 |  | | Hochtechnologie
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| Hilfslieferung
Die rumänischen Behörden haben in einem bulgarischen Lastwagen, der Hilfsgüter für Erdbebenopfer via Antwerpen nach Haiti transportieren sollte, 100 Kilogramm Heroin sichergestellt. Dem Fahrer drohen nun bis zu fünfundzwanzig Jahre Haft. Die Bulgaren sind konsterniert. Da stehen die Völkergemeinschaften in der Not zusammen, jeder gibt, was er hat, und dann ist es wieder nicht recht. |
Martin Herrmann
| Handy-Entwarnung
Handystrahlung soll nicht nur keinen Krebs auslösen, sondern auch Alzheimer verhindern. Wie hat die Wissenschaft das entdeckt? Hat man die langjährigen Handynutzer ohne Alzheimer gezählt? Oder hat man die Alzheimerpatienten gezählt, die behaupten, sie hätten kein Handy - sie wüssten nicht mal, was das sei? Die hatten tatsächlich kein Handy in der Hosentasche. Und auch in der Wohnung lag kein Handy herum. Die Forscher hätten mal in den Kühlschrank schauen sollen. Oder in den Brotkasten. |
Martin Herrmann
 |  | | Lebenszeit
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| Gesetzesinitiative: Notwehr legalisieren
Hier der Vorschlag zur Initiative für eine Gesetzesänderung: Nicht mehr bestraft werden sollen Verteidigungshandlungen, mit denen ein gegenwärtiger rechtswidriger Angriff abgewehrt wird.
Die Einwände werden lauten: Das ist doch Selbstjustiz!
Nein. Der Vergleich zur Justiz hinkt. Was in der Rechtsprechung vollzogen wird, ist kaum noch mehr als Rechtsbeugung. Die Richter wollen es sich mit den Gewalttätern und ihren Cousins nicht verderben, das ist die einzige Erklärung, eine weitere wäre höchstens noch die Erziehungsfunktion, nämlich die Erziehung der Angegriffenen und Umstehenden zum Weggucken, Abducken und Angsthaben – dafür spricht, wie die Härte des Gesetzes angewendet wird, wenn in Notwehr oder Nothilfe gehandelt wird. Deshalb hätte eine Gesetzesänderung einen Signalcharakter, dass Verteidigung und Beistand in unsere Kultur aufgenommen werden. |
 |  | | Gegenfinanzierung
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| Plagiat im Sinne der Zeit
ZEIT-Schreiber Martenstein hat die Texte von Plagiatorin Hegemann mit denen des Texturhebers Blogger Airen verglichen und findet die Hegemannschen Änderungen besser: »Der Nette Fucker stand nackt in der Tür und wisperte: Hey Airen! Bleib ruhig liegen! Alles ok!«. Das hat Hegemann draus gemacht: »Im Türrahmen steht der ausschliesslich in Boxershorts steckende Mottosweatshirttyp und sagt: Bleib ruhig liegen, es ist alles in Ordnung.« Martenstein findet die zweite Version besser, weil »Mottosweatshirtträger« genauer sei als »Netter Fucker«. Woher kommt diese Neigung zu völliger Fehleinschätzung der Wirkung von Sprache? Zu lange in der ZEIT? Im Gegensatz zu »Blöder Wichser!« bezeichnet »Netter Fucker« sehr genau die Bereitschaft der freundlichen körperlichen Zuwendung zum Zwecke gemeinsamer Ekstase. Das kapiert jeder sofort. »Mottosweatshirtträger« dagegen ist eine holprige, verquaste Wortzusammenstopfung, die sich jemand aus den Fingern gesaugt hat, weil ihm Lebenserfahrung und somit empirisch verinnerlichte Bildhaftigkeit der Sprachgestaltung fehlt.
Das Verb »wispern« passt laut Martenstein nicht zu einem »Netten Fucker«. Wieso denn nicht? Jemand, der seine Lautstärke der empfindlichen Situation des frühen Morgens anpasst, ist doch viel netter, als ein »Fucker«, der ohne Rücksicht rausplärrt, dass er sein »Mottosweatshirt« nicht finden kann. Wie schlecht die Hegemann noch ist, wird spätestens dann klar, wenn sie den Fremdtext so umformuliert: »Man hätte dir echt die Gedärme aus dem Körper schneiden können, und irgendwann wärst du dann aufgewacht ohne Tasche und mit ’nem 2 x 2 Quadratmeter großen Arschloch.« Da müssen die Kids immer gleich Gedärme rausschneiden, um Eindruck zu schinden. Der erfahrenere Airen schreibt: »Ich hätte dir echt den Blinddarm rausnehmen können. Wäre dir das im Club passiert, wärst du irgendwann ohne Handy und mit sooo einem Arschloch aufgewacht!« Das klingt viel eher so, als habe es jemand gesprochen. Da weiß man sofort: der Typ war bewusstlos, die Schwulen im Club nehmen sich gegenseitig gern die Handys weg und können sehr nett ficken. Auch ohne dass der andere dazu ja sagen muss.
Martenstein kann nicht beobachten. Er findet, die herausgeschnittenen Gedärme und das Quadratmeterarschloch seien genauer beobachtet. Das ist genauso, wie wenn jemand kreischende Weiber als »interessant« bezeichnet, dabei gehen sie einem bloß auf die Nerven. Die überkandidelte Rausschneiderei und die hektarmäßige Übertreibung der Analdehnung sind schon nicht mehr an den Haaren herbeigezogen, sondern kindisch unaufgeräumte Schlampigkeiten im Bild. Die Sprachbeispiele Hegemanns wirken wie der Blick in das Kinderzimmer einer alleinerziehenden interessanten Frau. |
Martin Herrmann
 |  | | Politsponsoring
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 |  | | Bruttoverdienst gesunken
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 |  | | Fahrtüchtig
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| Kluge Delphine
Die Forschung hat bestätigt, das Delphine komplexere Gehirne haben als Menschen und deshalb sehr intelligent sind. Demnach sind sie mit dem Leben im Wasser auch stark unterfordert. Sie könnten für unsere Steuererklärungen oder Steuerreformen eingesetzt werden. Hätte Margot Käßmann im Auto einen Delphin gehabt statt eines jüngeren Mannes, wäre sie noch Bischöfin. |
| MOTOR UND WOHNEN 3.3.2010 |
 |  | | Vorratsdaten
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| MOTOR UND WOHNEN 3.3.2010 |
 |  | | Lange her
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| Abgebrüht
Als Saunagänger und Hummernichtesser aus moralischen Gründenr ergreift mich diese Meldung doppelt: in der zentralrussischen Stadt Kirow hatten Mitte Februar zwei Saunagänger das Kühlbecken versehentlich auf 100 Grad gestellt. In Erwartung einer Abkühlung sprangen sie in die Brühe und starben den Hummertod, sogar ein Augenzeuge konnte sie nicht retten, er schaffte es nicht, sie aus dem kochenden Wasser zu ziehen. Wenn jemand da nicht mehr von selber rauskommt, ist es sowieso schon zu spät. Aber gut verständlich, dass sowas passieren kann. Da dampft das Becken - na und? Das tut es immer. Man hält den Zeh hinein - es fühlt sich an, als wäre es ganz heiß, so kalt ist es. Man will kein Weichei sein, man springt hinein und die Kälte bringt einen fast um. Bis man merkt, das ist ja heiß!, ist man schon tot. Zwei Gedanken beschäftigen mich ab nun:
Zum Glück muss man bei uns die Kühlbecken nicht heizen, eher kühlen. Trotzdem schau ich jetzt immer nach, ob es da einen Einstellknopf für Temperatur gibt. Und vielleicht darf man Hummer doch essen. |
Martin Herrmann
 |  | | Verstehen wir nicht
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