7.2.2012     
 
Darvins Illustrierte Schlagzeile
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AKTUELL


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 GESCHEHEN  6.2.2012 

Lage in Afghanistan







 SALON  6.2.2012 

Der Schockrocker der Soziologie

Da hätten wir fast ein Buch rezensiert, das in seiner Ankündigung eine für linke Verhältnisse interessante Sicht auf die Funktionstüchtigkeit des kapitalistisch genannten Systems verhieß. Nach einem Vorabdruck im Tagesspiegel müssen wir wohl feststellen, auf ein Täuschungsmanöver hereingefallen zu sein, http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/abendland-vs-islam-in-europa-sind-gottlose-in-einen-religionskrieg-getreten/6157224.html#kommentare.

Es ist zu befürchten, dass die geballte Dummheit bald die überkritische Masse erreicht und eine Kettenreaktion auslöst.

Der Link ist nicht zu empfehlen, man kommt auf ein blödsoziologisches Gequassel gegen Islamkritiker, dem man mit Analyse nicht mehr beikommen kann. Man hat Claudia Roth Unrecht getan.

Es gibt leider kein Wort, das man statt »Kostprobe« sagen könnte. »Mit der Scharia kenne ich mich nicht so gut aus. Ich weiß nur so viel: Wenn ein Idiot heute weder von Religion noch von Politik und auch sonst gar keine Ahnung hat – von der «Scharia» quasselt er immer. Wenn es um den Islam geht, ist jeder Dorftrottel plötzlich Spezialist für Glaubensfragen, Orientalistik und Islamwissenschaft, ja sogar für Arabisch. In jedem Diskussionsforum im Internet gibt es faschistische Hetzer, die Koransuren angeblich aus dem Original zitieren, um zu beweisen, wie schrecklich und gefährlich der Islam sei. Diese Akribie erinnert an Eichmanns Judenreferat im« und so weiter. Dem Manne kann nicht geholfen werden.
Neu an den Ahnungslosen ist, dass sie sich darin gefallen und dass kein Lektor auf die Idee kommt zu empfehlen, sich dann mal damit zu befassen. Was er nicht weiß, das gibt es nicht zu wissen. Der Dorftrottel kann sich nicht vorstellen, dass der Dorfschreiber kein Dorftrottel ist.

Falls das aber doch die neue Art der Soziologie ist, lässt sich damit vielleicht der Kampf gegen rechte Nazis führen, indem man nämlich das Problem wegsoziologisiert. Das ginge dann so: Plötzlich ist jeder Dorfdepp ein Experte für rechte Gewalt, die Zwickauer Zelle wird als rückständig dargestellt, dabei haben die NSU-Leute den Nationalsozialismus in den Untergrund verlegt und kennen Hitler gar nicht persönlich und haben sein Buch nie gelesen, in anderen Büchern stehen auch schlimme Sachen und jede Partei will an die Regierung –

Ach nein, das macht schon keinen Spaß mehr.




 GESCHEHEN  6.2.2012 

Steinbach-Aussage

Die umstrittene Politikerin Erika Steinbach hat gesagt, die NSDAP wäre eine linke Partei gewesen. Das sorgt zu Recht für Empörung; auch Goebbels hatte die NSDAP als linke Partei angesehen, und das geht ja nun gar nicht, die Meinung von Goebbels zu teilen.




 GESCHEHEN  6.2.2012 

Architektin
Martin Herrmann

Elite-Partner sendet eine Werbeanzeige, auf der eine Blondine namens Juli T. Architektin pausenlos den Betrachter fixiert, während sie ihr gelbes Haupt erst kurz zur Seite schwingt, etwa um eine Haarlocke zurechtzurücken, wobei ein Auge aus dem Bild verschwindet, das andere umso konsequenter am Mann bleibt, dann richtet sie ihr binokulares System wieder zentral aus, schaut drein, als könne sie durchaus auch mit dem Ernst des Lebens etwas anfangen, blinzelt einmal und ordnet ihre Lippen zu einem Lächeln, das milde verführerisch sein soll, also nicht blöde anmacherisch, sondern durchaus der eigenen Qualitäten bewusst. Gemeint ist wohl »mit Niveau«.
Das macht die den ganzen Tag, immer wieder, schon seit Monaten und transportiert trotz allem Niveau doch keine Antwort auf die Frage, ob das ganze Geschwenke denn immer noch nichts genutzt hat.
Vielleicht zeigt man lieber mal, was für Häuser die Architektin schon gebaut hat, das könnte interessanter sein.




 GESCHEHEN  6.2.2012 

Rabattrecherche
Martin Herrmann

Jetzt teilt der Spiegel mit, dass sich Wulff günstige Skodaraten erschummelt hat. Das nennt man dann journalistische Arbeit.
Wann recherchieren diese Journalisten endlich mal, wo sich dieser Wulff nichts erschummelt hat? Damit könnte die Wirtschaft punkten. Karstadt und Galeria Kaufhof: Bei uns hat Wulff nie etwas geschenkt bekommen! Aldi-Süd verzeichnet keinen Fall von Vorteilsnahme durch Wulff. Auch die Zapfsäulen bei Shell und Esso melden: bislang kein unzulässiger Wulffzugriff.




 GESCHEHEN  6.2.2012 

  Nicht beobachtet




 GESCHEHEN  5.2.2012 

  Intensivtäter




 LEBEN  4.2.2012 

  Widerstand




 SALON  3.2.2012 

  System versagt




 GESCHEHEN  2.2.2012 

  Merkel in China




 GESCHEHEN  2.2.2012 

Unterschlupf

Der mutmaßliche Terrorhelfer der Terrorzelle »NSU« Carsten S. lebte jahrelang im alternativen Milieu. Er hatte die Alternativen ausgetrickst; er hatte nur gesagt, dass er wegen Terrorverdachts untertauchen muss, da bekam er die nötige Hilfe.




 LEBEN  2.2.2012 

  Aufgerundet




 GESCHEHEN  1.2.2012 

  Integrationsgipfel




 SALON  1.2.2012 

Gefühlter Dietl
Matin Herrmann

Der neue Berlin-Film von Wahlmünchner Dietl wird verrissen, weil seiner Meinung nach die falschen Leute die Kritiken schreiben, nämlich »Comic-Experten, Theaternörgler und andere Inkompetenzlinge«. Dass man zum Gesindel der Film- und Fernsehwelt gehören muss, um den Schmarren gut zu finden, bzw. dass man den Schmarren gut finden muss, wenn man zum Gesindel der Film- und Fernsehwelt gehören will, ist Voraussetzung für den Konsumbedarf an Zeug, dessen Hersteller die gefühlte eigene wachsende Unwesentlichkeit mit Zutritts-Erschwerung gegenüber kritischen Kritikern zu kompensieren versuchen. Allerdings schaffen es aus der Welt der kritischen Kritiker auch nur die lahmsten Ausquetschungen in die Medien: »kalt« wirke der Film, behaupten die selbsternannten Knüppel-in-den Dietl-Weg-schmeißer und Sand-ins-Dietl-Getriebe-Streuer. Kalt. Wie doof ist denn sowas. Gefühlte Temperatur als Kritikerwerkzeug? Eine Kachelmannisierung der Emotionen als Gegenpol zum Dietlkarussell klingt allerdings folgerichtig und sagt immerhin etwas aus über den Pol selber. Auf den Vorwurf, der Film wirke kalt, entgegnete Dietl: »Wer’s warm haben will, soll sich einen Ofen kaufen.« Ja toll. Und wer den Dietlfilm sieht, braucht keinen Eisschrank mehr.




 LEBEN  1.2.2012 

  Assistent




 GESCHEHEN  31.1.2012 

  SPD startet Online-Offensive




 GESCHEHEN  31.1.2012 

Zusammenhalt
Martin Herrmann

Magnetismus gehöre zu den vier elementaren Kräften, die das Universum zusammenhalten, behauptet soeben die Synchron-Stimme von Magnum auf N24. Aber das Universum dehnt sich doch aus! Entweder taugen diese vier Kräfte nichts, oder mit dem Universum stimmt was nicht, oder vier Kräfte sind zu viel, so dass sie sich gegenseitig behindern.




 LEBEN  31.1.2012 

  Naturkunde




 SALON  30.1.2012 

Die Technikfrage
Martin Herrmann

»Wenn das Haustier auf das Smartphone pinkelt - ist das Teil dann noch zu retten?« fragt mich die TV-Werbung und ich denke mir, dass das auf das Haustier ankommt. Ein Hamster wäre gleich tot, ein Katze muss man erst erwischen. Allerdings hätte ein Haustier bei mir nichts zu befürchten. Ich besitze kein Smartphone.




 GESCHEHEN  30.1.2012 

  Griechen gegen Sparkurs




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