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Müllbau 9.5.2012 Martin Herrmann
Ein Filminterview mit einem indonesischen Architekt, der Häuser aus Müll baut, zeigt ihn in so einem Haus, das er für sich selber gebaut hat, schön gelegen am Urwald. Die Häuser kosten umgerechnet 1400 Euro, laut Architekt bestehen sie aus »natürlichen Materialien aus der nächsten Umgebung«: Autoscheibenfenster, Plastikisten als Regale. Der Sprecher sagt, bald könne die Bevölkerung im überfüllten Indonesien etwas aufatmen. Schön, dass Umwelt immer mehr zum Konzept von Unternehmern wird. Aber dieses Konzept gibt es schon lange, immerhin werden in jedem Slum der Welt die Häuser aus natürlichen Materialien der Umgebung gebaut. Noch liegen die Slums mehr an den Metropolen. Mithilfe der Müllverbauung wird die Vorstadt jetzt noch tiefer ins Grüne verlegt werden können, solange, bis das Grüne Grau wird. In den alten Slums können sie derweil aufatmen.
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